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12.09.2026 22:52

Sonne, Sand, spektakuläre Tore und jede Menge Emotionen: Beachhandball hat sich in Hamburg längst zu mehr als einer sommerlichen Ergänzung zum Hallenhandball entwickelt. Die vergangenen Jahre zeigen, dass Hamburger Nachwuchsspieler:innen deutschlandweit konkurrenzfähig sind – und regelmäßig den Sprung in den Fokus des DHB schaffen.

Auch in diesem Sommer trat Hamburg mit Spielerinnen und Spielern der Jahrgänge 2010 und 2011 bei den Beachhandball Championships der Landesverbände an. Dort messen sich die besten Nachwuchsspieler:innen aus ganz Deutschland. Gleichzeitig nutzt der DHB das Turnier zur Sichtung neuer Beachhandball-Talente.

Und davon konnte Hamburg erneut einige präsentieren. Bei den Jungs machten unter anderem Felix Klein, Noa Strache, Matteo Kässner und Nick Bessert auf sich aufmerksam. Auch bei den Mädchen schafften mehrere Spielerinnen den Sprung in den Fokus des DHB: Eve Flohr, Xenia Schmidt, Jonna Wiebers, Marla Siebken und Mia Wenglewski wurden mehrfach zu Lehrgängen eingeladen. Für Marla ging es sogar noch einen großen Schritt weiter: Sie durfte Deutschland bei der Europameisterschaft vertreten und dort die Bronzemedaille gewinnen. 

Unsere Teilnahme wurde vom Freundeskreis des Deutschen Handballs unterstützt. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Hamburg gehört zur deutschen Spitze

Auch die Ergebnisse zeigen, welchen Stellenwert sich der Hamburger Beachhandball mittlerweile erarbeitet hat. Obwohl sich Jonna in dieser Saison verletzte und damit eine wichtige Spielerin fehlte, kämpften sich die Hamburger Mädchen bei den Championships auf einen starken dritten Platz.

Bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Geislingen folgten weitere Medaillen: Die Hamburger Mädchen wurden Deutsche Vizemeisterinnen, die Jungs sicherten sich Bronze.

Damit bestätigt sich eine Entwicklung, die bereits seit mehreren Jahren zu beobachten ist: Hamburger Beachhandballer:innen und Hamburger Teams gehören deutschlandweit regelmäßig zu den Top 3.

Schnell, intensiv – und wertvoll für die Halle

Beachhandball verlangt den Spieler:innen einiges ab. Das Spiel ist kurz und schnell, ständig müssen neue Situationen erkannt und innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen getroffen werden. Nach einem Fehler bleibt kaum Zeit, sich zu ärgern – die nächste Aktion wartet bereits.

Gerade diese hohe Entscheidungsfrequenz, das schnelle Umschalten und der Umgang mit Druck machen Beachhandball auch für die Entwicklung von Hallenspieler:innen interessant.

Hinzu kommt das Training im Sand. Es fordert die Muskulatur auf eine ganz andere Weise als der Hallenboden und schult Stabilität, Koordination und Körperbeherrschung. Gleichzeitig werden Landungen durch den weichen Untergrund abgefedert.

Mehr als nur ein Sport

Was Beachhandball aber vielleicht am meisten auszeichnet, ist die besondere Gemeinschaft. Turniere unter freiem Himmel, Sonne und Musik, gemeinsame Fahrten, Übernachtungen oder Zelten und manchmal ein Spielfeld direkt am Meer machen einen Beach-Sommer zu etwas Besonderem.

Dabei endet das Gemeinschaftsgefühl nicht beim eigenen Team. Wer regelmäßig Turniere spielt, trifft immer wieder dieselben Spieler:innen aus ganz Deutschland. Auf dem Feld kämpft man gegeneinander, danach sitzt man gemeinsam im Sand, tauscht sich aus und freut sich auf das nächste Wiedersehen. So entstehen Freundschaften weit über Vereins- und Landesgrenzen hinaus.

Beachhandball ist eine große Beach-Familie

Und genau diese Mischung aus Leistungssport, Sommer, Emotionen und Gemeinschaft macht den Reiz aus.

Die aktuellen Jahrgänge haben gezeigt, wohin der Weg führen kann: Landesauswahl, Championships, Deutsche Meisterschaften, DHB-Lehrgänge und sogar internationale Einsätze. Für die nächsten Talente aus den Jahrgängen 2012 und 2013 bietet sich nun die Chance, diesen Weg weiterzugehen. Alle 2012er und 2013er können sich ab sofort unter der e-Mail Hartmann [at] hamburgerhv.de (Hartmann[at]hamburgerhv[dot]de) zum Probetraining anmelden. Denn vielleicht beginnt eine erfolgreiche Beachhandball-Karriere ganz einfach damit, zum ersten Mal barfuß einen Handball in die Hand zu nehmen und in den Sand zu gehen.